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VereinschronikDie Gründerjahre 1919 - 1921Im Oktober 1919 trafen sich auf Initiative von Heinrich Müller 24 Männer um den "Junggesellenverein Immergrün Richstein" zu gründen. Vorsitzender wurde Heinrich Müller, Schriftführer und Kassierer wurde Hermann Fischer. Weitere 11 Personen traten dem Verein bis Mai 1921 bei. Es wurde pro Person ein einmaliger Vereinsbeitrag von 2 Mark und ein monatlicher Beitrag von 1 Mark erhoben, lediglich 2 Personen wurden beitragsfrei gestellt. In dieser Anfangsphase wurden Monatsversammlungen durchgeführt. Um die Kosten des Vereins, vor allem die der Musikinstrumente zu decken wurden öffentliche "Tanzbelustigungen" in lokalen oder unter freiem Himmel veranstaltet, zu denen auch befreundete Gesellschaftsvereine eingeladen wurden. |
 Der Junggesellenverein Immergrün im Jahre 1921 Obere Reihe von Links: Adolf Weiß, Hermann Stöcker, Heinrich Hirschhäuser. 2 Reihe: Heinrich Pfeil (Jägers), Heinrich Weyandt, Wilhelm Hirschhäuser, Hermann Fischer, Heinrich Fischer, Karl Pfeil. 3 Reihe: Ernst Hoffmann, Christian Fischer, Heinrich Pfeil, Hermann Jung, Heinrich Jung, Georg Pfeil, Ludwig Weiß, Ludwig Stöcker, Wilhelm Weiß. Auf der Erde: Karl Müller, Georg Weyandt |
| | Die Jahre der Umwandlung 1922 - 1925Der MGV wurde 1919 als Gesellschaftsverein „Immergrün“ gegründet. 1922 wurde der Gesellschaftsverein in den Gesangverein „Immergrün“ umgewandelt. Der erste öffentliche Auftritt erfolgte 1923 in der Kirche. 1924 gab sich der Verein den Namen MGV Harmonie Richstein, die Sängerfeste in Berleburg und Dotzlar wurden besucht. Vorsitzender war Heinrich Müller, Chorleiter war Christian Saßmannshausen aus Arfeld. Von 1925 bis 1927 führte Ludwig Reppel den Vorsitz des Vereins. Im März 1925 wurde von der Bonner Fahnenfabrik die bestellte Vereinsfahne geliefert, zur Fahnenweihe war der Männergesangverein Arfeld zu Gast, der dem Vorsitzenden Ludwig Reppel einen Fahnennagel überreichte. Der Verein Blüht auf 1926 - 1928In diesen 3 Jahren blüht der Verein förmlich auf. Es werden öffentliche Auftritte bei Hochzeiten, Geburtstagen und in der Kirche absolviert. 1926 wurde das Sängerfgest in Niederlaasphe besucht. 1927 nahm der MGV an seinem ersten Wettstreit in Erndtebrück teil. Gegen eine Konkurenz von 6 Vereinen in der Klasse 5b konnte der MGV mit dem 3 Klassenpreis und den 5 Ehrenpreis zufrieden den Heimweg antreten. Vom 01.10.1927 bis August 1928 dirigierte Heinrich Riedesel aus Hatzfeld den Verein. Er bedauerte selbst seinen Abschied, aber da er im Siegerland eine Arbeitsstelle gefunden hat ist es im nicht anders möglich. Im gleichen Jahr wurde das erste Sängerfest veranstaltet, acht Gastvereine und eine zwölfköpfige Musikkapelle wirkten mit. Vorsitzender zu dieser Zeit war Lehrer Hennigs. Stagnation und Rezession 1929 - 1939Im Januar 1929 wurde Christian Stöcker Vorsitzender des Vereins und im Juni 1928 gelang es ihm Lehrer Jacob Rau als Chorleiter anzuwerben. Von 1933 bis 1933 führte Karl Stöcker den Verein. 1933 erteilten Schul- und Landrat die Genehmigung zu den Übungsstunden ein Klassenzimmer der evangelischen Schule zu benutzen. Vorsitzender wurde August Stöcker, Dirigent bis 1936 wurde Lehrer Blosfeld. 1934 trat der MGV Harmonie dem Deutschen Sängerbund bei. Ab 1936 dirigierte wieder Christian Saßmannshausen den Verein. Während dieser wirtschaftlich schlechten Jahren gab es nicht viel Aktives aus dem Vereinsleben zu berichten. Es fehlte an Geld, die Beiträge wurden nur noch schleppend gezahlt und sogar der Dirigent verzichtete auf sein Honorar. 1938 beteiligte man sich an den Sängerfesten in Schwarzenau und Sassenhausen. Ruhe des Vereins 1940 - 1948Bedingt durch den 2 Weltkrieg, den damit verbundenen Einzug eines großen teils der aktiven Sänger als Soldaten und deren Tod bzw. Gefangenschaft, kam das Vereinsleben zum Erliegen. Der Wiederaufbau 1949 - 1959Auf Veranlassung des damaligen Bürgermeisters Heinrich Müller fand am 11.11.49 eine Versammlung statt, die einen kommissarischen Vorstand wählte und den Verein wieder ins Leben rief. Einschließlich des Dirigenten Christian Saßmannshausen erschienen 28 Männer. 1950 wurde dann Karl Stenger zum 1.Vorsitzenden gewählt, der dieses Amt 1960 aus gesundheitlichen Gründen niederlegte. In diesen und den folgenden Jahren blühte der Verein förmlich auf. Jedes Jahr wurde ein Kartoffelbraten und ein gemütlicher Abend durchgeführt, zu Altengeburtstagen und Hochzeiten gesungen, sowohl auswärtige Sängerfeste besucht. 1955 übernahm Lehrer Willi Pfeil aus Beddelhausen das Amt des Chorleiters. Die Übungsstunden wurden nun von Freitag auf Dienstag verlegt. Am 12.Juni 1955 nahm der Verein am Kreisleistungssingen in Laasphe teil. 1956 wurde ein Klavier gekauft, nach dessen Klängen fortan die Lieder eingeübt wurden. Somit hatte die Schulgeige ihre Schuldigkeit getan. Außerdem wurde nach langer Zeit, am 30.06- und 01.07.1956, wieder ein Sängerfest auf der Burg veranstaltet. Der Musikverein Hatzfeld und der Tambourkorps Dotzlar wurden für den Festzug und die Festtage verpflichtet. Acht Männerchöre waren als Gastchöre erschienen. Der langjährige Vorsitzende August Stöcker wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1957 beteiligte man sich an einem Wettstreit in Aue. Anlässlich des 25 jährigen Bestehens des Sängerkreises Wittgenstein sang der MGV am 24 Mai 1959 in der Chorgemeinschaft II zusammen mit dem MGV Alertshausen und dem MGV Schwarzenau drei Lieder beim Jubiläumskonzert auf dem Berleburger Marktplatz. Am 14. Juni 1959 nahm der MGV am Leistungssingen in Wallau teil. Zum 40-jährigen Vereinsjubiläum veranstaltete der Chor am 20 und 21 Juni ein Sängerfest auf der Burg, an dem zehn Männergesangvereine als Gastchöre teilnahmen. Die Weifenbacher Blasmusik, sowie die Tambourchöre aus Aue und Dotzlar wurden für die musikalische Gestaltung der Festtage verpflichtet. Die Gemeindevertretung gestattete am 28. September 1958 das Aufstellen eines Klaviers im Klassenraum der Richsteiner Schule. | Stetige Weiterentwicklung 1960 - 1969Im Mai 1960 trug der Chor zur musikalischen Gestaltung des Kommers des Kreisfeuerwehrverbandsfestes der Richsteiner Feuerwehr bei. Auch wurde in diesem Jahr ein Ausflug nach Wuppertal durchgeführt. 1962 musste die Vereinsfahne überholt und repariert werden. Um die Kosten zu decken wurde ein Volksfest auf dem Burgberg veranstaltet. Ab 1963 bis zum heutigen Zeitpunkt wurden , mit Ausnahme des Jahres 1968, jedes Jahr Sängerfeste befreundeter Chöre aus dem Kreis Wittgenstein und dem benachbarten Hessenland besucht. Diese sind so zahlreich, dass wir in der Chronik auf das Erwähnen der einzelnen Festbesuche verzichten. 1964 organisierte der MGV wieder ein Sängerfest auf der Burg, bei dem 6 Gastvereine begrüßt werden konnten. Seit diesem Jahr wird jährlich, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, in schöner Tradition ein gemeinsamer "Gemütlicher Abend" der Freiwilligen feuerwehr, des MGV und seit 1979 auch des Frauenchores Richstein durchgeführt. 1966 wurde zur Einweihung des neuen Klockenturmes oberhalb der Kirche gesungen. Kontinuität 1970 - 1979Seit 1970 veranstaltete der MGV einmal jährlich ein Sängerfest auf dem Richsteiner Burgplatz, zu den befreundete Chöre eingeladen werden. Bei diesem Fest, dem s.g. Burgfest, unterstützt uns die ersten Jahre die örtliche Feuerwehr. 1971 nimmt der Verein an einer kleinen Feierstunde zur Einweihung der neuen Friedhofskapelle am Fuß der Burg teil, und 1974 bei den Einweihung der neuen Ehrengedenktafel für die gefallenen und vermissten Richsteiner Bürger der beiden Weltkriege. Auch steht in diesem Jahr ein Wechsel an der Spitze des Vereins statt. Willi Bald löst den Ehrenvorsitzenden August Stöcker ab. Chorleiter Willi Pfeil legt sein Amt nach 19- jähriger Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nieder. Nachfolger wird Albert Pfeil. ein gebürtiger Puderbacher, aus Niederlaasphe, der den Verein 1977 erfolgreich zum Gesangwettstreit nach Oberrosphe führt. Dort wurden neben einem 1. und 2. Preisen, als Belohnung für den Fleiß während der Übungsstunden, auch der Dirigendenpreis errungen. 1978 folgte der MGV der Einladung zur Gründung des Frauenchores Richstein. Es wird ein Schüler und Chorkonzert der "Pfeil Chöre" in der Aula in Laasphe veranstaltet, welches in der Kulturhalle Dotzlar wiederholt wird. Der dabei erwirtschaftete Erlös von 5300 DM wird der Aktion Sorgenkind gespendet. Außerdem gibt der Chor im Kursanatorium in Berleburg vor blinden Gästen ein Konzert, die dankbare und kritische Zuhörer sind. | Die Zeit der Wettstreite 1980 - 1989Heinz Pfeil löste 1980 Willi Bald als 1.Vorsitzenden ab. Die 1. Adventsfeier für die älteren Richsteiner Bürger wurde auf Initiative von Ortsvorsteher Helmut Kassel durchgeführt. Der MGV und der Frauenchor gestalteten diese Feier mit Liedvorträgen und Einlagen mit, und behalten diese Tradition bis zum heutigen Zeitpunkt einmal jährlich bei. Nicht immer, aber immer öfter, nimmt nun der MGV auch einmal jährlich an einem Gesang- oder Pokalwettstreit teil. Zusammen mit dem Frauenchor wird 1980 der Wettstreit in Birkelbach besucht. 1982 gibt der Chorleiter Albert Pfeil mit seinen Musikschülern und Chören wieder ein Konzert in der Aula des Laasphers Gymnasiums. Des weiteren erfolgte die Teilnahme am Sängerwettstreit im hessischen Oberrosphe. Dank zweier großzügiger Spender werden die Sänger nun mit einer einheitlichen Vereinskleidung ausgestattet, und stellen sich auf der Grünanlage für ein Foto zusammen. Dieses Foto sollte im neuen Heimatbuch veröffentlicht werden. 1983 folgte die Teilnahme am Gesangwettstreit in Obersaulheim, bei dem der MGV gegen starke eine Konkurrenz drei 3.Preise erringen konnte. Zusammen mit dem Frauenchor werden in der gemischten Klasse ein 1. und 2. Preise, sowie der 1.Dirigendenpreis "ersungen". |
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Erfolge und Jubiläum 1990 - 1999Das erste Sommerkonzert wird auf dem neuen Dorfplatz durchgeführt, außerdem nimmt der Chor erfolgreich am Pokalwettstreit in Berghausen teil. Es wurde der 1. Klassenpreis, 1.Ehrenpreis und 1.Dirigendenpreis errungen. 1991 besuchte der Chor fünf auswärtige Sängerfeste, und besingt in der Mehrzweckhalle Schwarzenau die Kassette "Singendes, klingendes Bad Berleburg". Auf Initiative unseres Sangesbruders Karl-Hermann Böttger wird ein mehrtägiger Ausflug ins Kleinwalsertal durchgeführt. 1992 wird Michael Sittler neuer Vorsitzender, der MGV nimmt mit Erfolg am Chorwettbewerb Birkefehl teil, und veranstaltet das mittlerweile 25. Burgfest auf der Richsteiner Burg. Auch 1993 besuchte der MGV 5 Sängerfeste und wirkt bei der Feier zum 300 jährigen Bestehen des Weilers Lindenhof im benachbarten Hessen mit. Dank einer großzügigen Spende unseres vereinsmitgliedes und Freundes, sowie Schirmherr Eberhard Kritzler können die Sänger nach 11 Jahren wieder mit einer Vereinskleidung ausgestattet werden. Das Jahr 1994 steht ganz im Zeichen der 75- Jahr- Feier. Die musikalische Gestaltung der Jahreshauptversammlung des Sängerkreises Wittgenstein, mit seinen 54 Mitgliedschören , bildet im März den Auftakt zum Jubiläum. Die Jubiläumsfeierlichkeiten sollen vom 26. - 29. Mai stattfinden mit einem volkstümlichen Abend, einem dreitägigen Freundschaftssingen und einem Festzug durch den Ort feierlich begangen werden. Zu dieser Zeit zählt der MGV 108 Mitglieder, von denen 21 Personen die Ehrenmitgliedschaft erlangt haben. Das Durchschnittsalter der 27 aktiven Sänger beträgt 48,9 Jahre. Albert Pfeil steht dem Chor nun 20 Jahre lang treu als Dirigent und guter Freund in allen Angelegenheiten zur Seite. Dafür bedanken sich "Seine Sänger" an dieser Stelle ganz herzlich, für so manche schwere aber auch schöne Übungs- und Feierstunde die wir in dieser Zeit zusammen verbringen durften. 1998 übernahm Heiko Rath den Dirigentenstab. Stagnierende Sängerzahlen 2000 - 2009Was sich im letzten Jahrzehnt abzeichnete, setzte sich in diesem Jahrzehnt leider fort. Die Sängerzahl nahm aus Altersgründen und Ablebens immer weiter ab. Einer der letzten Solo-Auftritte des MGV absolvierte der MGV im Jahr 2000 bei den Hochzeitsfeierlichkeiten der beiden aktiven Mitglieder Matthias Rupprecht und Andreas Limper. Die nächsten Auftritte sollten nur noch mit dem Frauenchor Richstein gemeinsam erfolgen. Ulrich Koch löste Michael Sittler, der aus zeitlichen Gründen das Amt niederlegen musste, als 1 Vorsitzenden im Jahr 2001 ab. Chorleiter Heiko Rath musste aus beruflichen Gründen ebenfalls den Chorleiterstab abgeben. Neuer Chorleiter wurde Bernd Stremmel aus Berghausen. Auf Initiative des neuen Choreiters wurde in 2005 wieder für alle Mitglieder und Freunde der Richsteiner Chöre ein Ausflug nach Weyher in der Pfalz organisiert. Erstmalig in der Vereinsgeschichte konnte ein Kirchenkonzert zum 25 jährigen Chorleiter-Jubiläum von Bernd Stremmel begleitet werden. Geistliche und spirituelle Lieder wurden in Monate langer Arbeit speziell für diesen Zweck eingeübt. Die Ausrichtung des Schlosshofkonzerts in Bad Berleburg in 2003 und 2006 war für den Verein ebenfalls eine Premiere. Eine ganze Reihe von Gold/ Silber und auch eine Diamantene Hochzeit sowie Jubelgeburtstage (70–75–80)unserer Mitglieder prägte das Jahrzehnt, welches auch die ungünstige Altersstruktur des Vereins unterstreicht. Auf Grund der immer mehr abnehmenden Sängerzahl, insbesondere im Bass, wurde in einer Gesangstunde im Oktober 2008 entschlossen eine Fragebogenaktion zu starten mit dem Ziel, den tatsächlichen Stellenwert des Chores in der Gemeinde zu ermitteln. Die Aktion wurde zusätzlich mit einem offenen Singabend ergänzt. 3 Sänger konnten für das aktive Singen gewonnen werden. Ulrich Koch kündigte zeitgleich an, den Posten als ersten Vorsitzenden aus persönlichen Gründen aufzugeben. Andreas Limper löste Ulrich Koch als 1.Vorsitzenden in der darauf folgenden Jahreshauptversammlung im Jahr 2009 ab. In der gleichen Versammlung wurde beschlossen den Weg des „Gemischten Chores“ offiziell einzuschlagen. Der MGV feierte im August 2009 seinen 90.Geburtstag.
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