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Natur in und um RichsteinDie Gemarkung Richstein gehört zu den naturräumlich am reizvollsten ausgestatteten Landstrichen im Kreis Siegen-Wittgenstein. Ausgedehnte Heckenzüge wechseln mit weitläufigen Ginsterheiden, artenreichem Magergrünland und Feuchtwiesen, naturnahen Bachläufen, standorttypischen Laubwäldern und vielen anderen seltenen Lebensräumen. Dass diese Strukturvielfalt nicht selbstverständlich ist, zeigen viele andere Landstriche in NRW, aber auch im Kreis Siegen-Wittgenstein, die naturräumlich weniger reichhaltig ausgestattet sind. Der Erhalt dieses landschaftlichen Kleinods ist v.a. der Ortschaft Richstein und ihrer Bevölkerung zu verdanken, die schon immer um den landschaftlichen und naturschutzfachlichen Wert Ihrer Heimat wusste. Aus diesem Grund nimmt sie u. a. Kontakt zu Fachleuten aus dem ehrenamtlichen und hauptamtlichen Naturschutz auf. Regelmäßig organisiert und veranstaltet der Richsteiner Heimatverein mit der Biologischen Station Rothaargebirge, dem Kreis Siegen-Wittgenstein oder der Bezirksregierung Arnsberg diverse Veranstaltungen zu diversen Themen wie Kulturlandschaftsprogramm, Obstbaumschnitt, Naturwanderungen, Lichtbildvorträge zur heimischen Natur, Veranstaltungen im Zuge der FFH- und Naturschutzgebietsausweisungen. Alle diese Veranstaltungen stoßen auf eine rege Resonanz und Beteiligung nicht nur der Richsteiner Einwohner. Eine Voraussetzung dafür ist z.B. das schöne, erst vor wenigen Jahren fertig gestellte Dorfgemeinschaftshaus. Innerhalb des Ortskernes gibt es eine Vielzahl an weiteren, ehrenamtlichen Aktivitäten zugunsten einer ökologischen Aufwertung des Ortsbildes. An dieser Stelle seien, aufgrund der Menge der Beispiele, nur einige erwähnt: Ein vorbildlicher Waldlehrpfad an der Burg Richstein, der v.a. durch die Initiative von Herrn Völkel und vielen Richsteiner Kindern geplant und erstellt wurde, zeigt wie vielseitig die natürliche, heimische Gehölz- und Strauchflora ist und ermuntert zum Erweitern des naturkundlichen Wissens - nicht nur das der Kinder! Die Entsiegelung des örtlichen Schulhofes ist eine weitere Richsteiner Initiative, die im wahrsten Sinne des Wortes, u. a. auch in anderen "Lerneinrichtungen" Schule machen sollte. Denn in der heutigen Zeit, wo immer mehr Flächen versiegelt werden, ist es höchste Zeit darüber nachzudenken, wie und wo wieder entsiegelt werden kann, um die immer stärker zur Neige gehenden Trink- und Brauchwasserressourcen sinnvoll zu nutzen. So mancher liebevoll angelegte Richsteiner Garten zeigt noch heute, wie dereinst die Wittgensteiner Bauerngärten aussahen. Dies ist nicht nur eine Pracht für die Augen sondern auch ein wichtiges Erbe, welches an die heutige Generation weitergegeben wird. Fast alle dieser Pflanzen dienten nämlich nicht nur der Ernährung, sondern auch der medizinischen Versorgung! ...
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| Die gesamte Dokumentation von Michael Frede vom Biologische Station Rothaargebirge steht hier zum Download bereit. |